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Das Immunsystem von Kindern stärken

In meinen Workshops kommt immer wieder die Frage, wie man das Immunsystem von Kindern gut stärken kann und welche „Hausmittel“ oder Trainings hier helfen können. Neben den üblichen Verdächtigen wie ausreichend Frischluft und Bewegung, gesunde, ausgewogene Ernährung, viel Schlaf und das Vermeiden von Stress gibt es zwei wichtige weitere Säulen zur Stärkung der kindlichen Abwehr: das Immuntraining nach Kneipp, auch bekannt als Kneipp’sche Hydrotherapie oder Wassertherapie sowie die Phytotherapie – die Therapie mit antiviral und antibakteriell wirkenden Heilpflanzen.

Schlaf, Kindlein schlaf.

Ausreichend Schlaf in der Nacht und Erholungsphasen untertags sind für Kinder wichtig: Dabei muss nicht unbedingt zu Mittag noch geschlafen werden, eine ruhige Pause reicht meist aus. Die ideale Schlaftemperatur nachts beträgt 15 – 18 Grad, die Fenster dürfen gekippt sein. Ideal sind Schlafanzüge und Schlafsäcke aus Naturmaterialien wie Baumwolle, Wolle oder eine Daunendecke. Kinder neigen meist dazu sich abzudecken, daher ist ein Schlafsack meist eine sinnvolle Alternative zur Bettdecke.
Eine Infografik zur Schlafdauer von Kindern gibt’s hier.

Kneipp’sche Hydrotherapie

Die Wassertherapie nach Pfarrer Sebastian Kneipp ist ein ausgewogenes und gut erforschtes, ganzheitliches Naturheilverfahren. Zu den Anwendungen nach Kneipp zählen das ansteigende Fußbad, Wechselfußbäder, das morgendliche Tautreten und temperierte Güsse wie Arm-, Schenkel- und Kniegüsse, aber auch Güsse mit stärkerem Reiz, die über den gesamten Oberkörper angewandt werden. Selbst für kleine Kneippianer sind kurze Saunabesuche und Wechselduschen anregend für das Immunsystem.

Unser Tipp: Einfache Kaltwassergüsse lassen sich gut in der Badewanne ausführen! Kleine Gefäße mit Kaltwasser vorbereiten und die Kinder selbst über Arme, Beine und Oberkörper gießen lassen – für euch erprobt – es macht viel Spaß!

Gesunde ausgewogene Ernährung mit viel Vitamin C

Einige Obst- und Gemüsesorten enthalten besonders viel Vitamin C: Dazu zählen beispielsweise Hagebutte, Sanddorn, Holunder oder schwarze Johannisbeere und können, wenn sie sich roh nicht zum Verzehr eignen, in Form von Säften, Tees, Marmelade oder Mus angeboten werden. Für Kinder besonders geeignet sind Hagebuttentee oder heißer Holundersaft. Zusätzlich kann ein Löffel Honig mit eingerührt werden. Vitamin-C-reiche Gemüsesorten sind Paprika, Fenchel, Kartoffeln und Broccoli sowie Karfiol.

Frischluft. Regen. Wind. Schmutz.

Rund acht bis zwölf Infekte pro Jahr sind für Kleinkinder normal – das ist die gute Nachricht! Der kindliche Organismus benötigt dringend Konfrontation mit der Umwelt- und damit mit Nässe, Wind, Regen, Schmutz aber auch unterschiedliche Krankheitserreger. Die tägliche Runde an der Frischluft sollte also zum „Aktivprogramm für kleine Rotznasen“ gehören. Idealerweise werden täglich rund 30 Minuten draussen verbracht, wichtig ist dabei, die Füße immer warm zu halten. Bei Babys wird die Körpertemperatur am besten im Nacken kontrolliert – Hände und Gesicht eignen sich nicht zur Temperaturkontrolle, sie kühlen schnell aus!

Die Kraft der Kräuter nutzen

Echinacea purpurea herba (Purpursonnenhutkraut)

Der rote Sonnenhut ist eine gut untersuchte und wissenschaftlich anerkannte Heilpflanze, deren Inhaltsstoffe das Immunsystem fördern. Die immunstimulierende Wirkung am Beginn eines Infekts ist klinisch belegt, allerdings sollte die Einnahme nicht länger als vier Wochen erfolgen! Bei chronischen Entzündungen wie Morbus Crohn, Autoimmunerkrankungen, MS, Tuberkulose oder chronischer Polyarthritis sollte Sonnenhut nicht eingenommen werden. Tees eignen sich nicht zur Darreichung, der rote Sonnenhut sollte ausschließlich mittels Fertigpräparate aus der Apotheke verabreicht werden! Echinacea eignet sich ab 2 Jahren.

Weitere Pflanzen mit „Immunboost“ – Phytobiotika

Einige Heilpflanzen wirken gegen ein großes Spektrum an Erregern und können Bakterien, Viren und Pilze entgegen wirken.

Knoblauch, Bärlauch, Zwiebel, Kren, Kapuzinerkresse und Merrettich enthalten Senföle. Ein altes österreichisches Hausmittelrezept ist die Krenkette – sie wirkt durch die scharfen ätherischen Öle antimikrobiell, fiebersenkend und kreislaufanregend. Geschnittener Kren wird mithilfe eines Spagats aufgefädelt und um den Hals gehängt.

Auch Spitzwegerich, Thymian, Salbei, Kamille, Pfefferminze, Johanniskraut, Propolis und die Kapland Pelargonie (bekannt unter dem Namen Umckaloabo) haben eine wissenschaftlich erwiesene antibiotische und antivirale Wirkung.

PS: Auch Impfen zählt zur Immunstimulation – es vermittelt unserem Körper Informationen zu potenziell gefährlichen Erregern. Der Körper lernt so, Schädlinge im Fall einer Infektion frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen. Die in den ersten zehn Monaten verabreichten Impfungen beinhalten fast ausschließlich Totimpfstoffe, die keinerlei Infektion auslösen können.

Karottensuppe – Schnelle Hilfe bei Durchfall

Bereits im Jahr 1905 hat der berühmte Kinderarzt Prof. Ernst Moro eine Karottensuppe verordnet, die die Kindersterblichkeitsrate bei Durchfallerkrankungen drastisch senkte.

Verantwortlich für die gute Wirkung sind Pektine und Zuckemoleküle, die beim langen Kochen der Karotten freiwerden und regulierend auf den Darm wirken.

Die Wirkung der Suppe ist inzwischen wissenschaftlich bewiesen, die Österreichische Gesellschaft für Phytotherapie hat das Rezept etwas adaptiert und empfiehlt:

  • 500 g geschälte Karotten in 1L Wasser 1 bis 1 1/2 Stunden kochen
  • 3 g Kochsalz (ein knapp gestrichener Teelöffel) zufügen,
  • ca. 1 Teelöffel Butter und 1 Esslöffel Zucker dazugeben und zu einem Brei verarbeiten

Wann wird eine Durchfallerkrankung gefährlich?

Bitte achtet immer darauf, dass Kinder während einer Durchfallerkrankung genug trinken, vor allem Säuglinge!
Treten bei Säuglingen Müdigkeit, Trinkunlust und Alarmzeichen wie eingefallene, tiefliegende Augen, Hautfalten, Apathie und eine eingesunkene Fontanelle auf, dann bitte umgehend zum Arzt oder in eine Ambulanz, um den Flüssigkeitsverlust rasch auszugleichen!

1,2,3 – so wird die Schnupfennase frei

Es schneit, regnet und ist kalt draussen. Viele Babys und Kleindkinder leiden jetzt unter lästigem Schnupfen.

Besonders ganz kleine Kinder, die noch nicht den nötigen Druck erzeugen können, um die Nase wieder frei zu haben: die ist nämlich für Babys ganz wichtig, um trinken zu können.

Wir haben die besten Tipps, um die Nasen Eurer Kleinen schnell frei zu bekommen:

  • Stillende Mamas können ein paar Tropfen Muttermilch in die Babynase eintropfen, alternativ kann eine isotone Kochsalzlösung aus der Apotheke dazu verwendet werden. Ebenfalls in der Apotheke sind Glaspipetten erhältlich, damit lassen sich die Flüssigkeiten gut eintropfen.
  • Viele Apotheken und Drogerien führen eigene Baby-Nasensauger, die als Aufsatz oder mechanisch angewendet werden können. Damit lässt sich Nasensekret besonders gut entfernen.
  • Eine in kleine Stücke geschnittene Zwiebel in einem Socken oder Teesäckchen über dem Bett oder Stubenwagen aufhängen. Der Wirkstoff der Zwiebel – das Senföl – macht Schnupfennasen schnell wieder frei. Riecht zwar gewöhnungsbedürftig, hilft aber wunderbar.
  • Ein Balsam mit Engelwurz, einfach auf den Nasenrücken und die Stirn auftragen. Die Engelwurz hat eine wärmende, antibakterielle, befreiende und auswurffördernde Wirkung.
  • Eine Inhalation mit Meersalz, Thymian, Zwiebel oder auch mit ein wenig Engelwurzbalsam hat eine heilsame Wirkung und löst selbst festsitzenden Schleim.
  • Viel trinken – am besten Tees mit Honig, Holunderblüten, Lindenblüten und Zitronen, auch das löst den zähen, festen Schleim. Bitte achtet auch darauf, dass die Raumluft nicht zu trocken ist – bei Bedarf ein feuchtes Tuch im Zimmer aufhängen.
  • Ein ansteigendes Fußbad sorgt für warme Füße.

ACHTUNG: Honig nicht bei Kindern unter 1 Jahren. Ätherische Öle mit Kampfer, Eukalyptus und Pfefferminze nicht bei Kindern unter 4 Jahren verwenden.

REZEPT: Brennessel – Pesto

Pesto mit Brennesselblätter- und -samen, Kürbis- und Sonnenblumenkernen

ZUTATEN für 2 Personen

500 g Brennesselblätter
50 g Brennesselsamen
2 Stk. Knoblauchzehen
50 g Kürbiskerne
50 g Sonnenblumenkerne
200 ml Oliven- oder Distelöl
100 g geriebener Parmesan

TIPP: Die Brennesselblätter mit Handschuhen sammeln. Vor der Verarbeitung mit einem Nudelholz ausrollen, dann brechen die stechenden Nesseln ab.

Brennesselsamen vom Stiel entfernen. Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne gemeinsam mit Brennesselsamen in der Pfanne (ohne Öl) anrösten.

Brennesselblätter waschen und trocken tupfen. Gemeinsam mit dem Öl und dem geriebenen Parmesan pürieren. Knoblauch pressen und hinzufügen.

In sterilen Gläsern ist das Pesto bis zu einem Monat haltbar. Besser und sicherer ist es allerdings, es sofort zu verzehren!

Die Brennessel, das Eisen -Superfood

Tut gut, nicht weh!

Eisenmangel – ein großes Thema während der Schwangerschaft und Stillzeit, insbesondere für Frauen, die wenig oder gar kein Fleisch essen.

Wie äußert sich Eisenmangel?

blasse Haut, starke Müdigkeit und Erschöpfung, Immunschwäche, Schwindel, Kurzatmigkeit und Flimmern vor den Augen

Vor allem schwangere Frauen sollten täglich rund 20 bis 30 mg Eisen zu sich nehmen, idealerweise in Kombination mit Vitamin C – dadurch wird die Aufnahme von Eisen verbessert.

Und obwohl wir schon mitten im Herbst angekommen sind, Brennesselstauden sind noch immer im Hausgarten oder in der wilden Natur zu finden – sie stehen uns praktischerweise von April bis Oktober zur Verfügung.

Als Frühjahrsgemüse werden die jungen Brennnesseltriebe wegen ihres hohen Gehalts an Eisen, Flavonoiden sowie Mineralstoffen wie Magnesium, Kalzium, Silizium, Vitamin A und C, aber auch wegen ihres hohen Eiweißgehalts geschätzt. Brennesseln enthalten doppelt soviel Vitamin C wie Orangen! Der Geschmack wird als „dem Spinat ähnlich, aber aromatischer“ und als feinsäuerlich beschrieben.

Zum Verzehr geeignet sind dabei sowohl die Brennesselbläter, die Samen und die Wurzel der Brennesselstaude. Aus Brennesseln lassen sich wunderbare Pestos, Frischpresssäfte aber auch ein Brennesselspinat zaubern.

Gut zu wissen: Neben ihrem hohen Nährstoffgehalt in der Küche sind Brennessel wichtige Futterlieferanten für eine Vielzahl an Schmetterlingen und Raupen.

Wie wirkt die Brennessel?

harntreibend und nierenstärkend, entwässernd, schmerzstillend, blutdrucksenkend, blutreinigend, basisch und schleimlösend

Ein wunderbares Rezept für ein Brennesselpesto findest du hier.

Copyright: Adobe Stock, Cora Müller 

Die Kinder und Babyapotheke für zuhause

Ich kann mich noch gut erinnern, als ich vor ziemlich genau zwei Jahren, Anfang März kurz vor der Geburt meines Sohnes, panisch meine Schwestern, Freundinnen, Mutter und Schwiegermutter anrief, um herauszufinden, was ich UNBEDINGT für ein mögliches krankes Baby brauchen könnte. Viele Tipps waren hilfreich, ich habe in weiser Voraussicht ziemlich viel besorgt – und war beim ersten Schnupfen sehr froh, dass ich gut vorgesorgt hatte. Diese Tipps möchten wir euch keinesfalls vorenthalten und voilà: Hier ein Best – of – Hausapotheke, sorgfältig zusammengetragen und ergänzt von weisen Freundinnen und Generationen von Müttern aus meinem Bekanntenkreis. 😉

Kirschkernkissen 

Ein guter Begleiter bei den berühmten Dreimonatskoliken, bei Bauchschmerzen, Verkühlungen und auch für Zwiebelsocken ein unverzichtbarer Begleiter.

Nasensauger

Das klingt im ersten Moment vielleicht ein wenig eigenartig, und es gibt inzwischen eine Vielzahl an Technologien, die am Markt zu finden sind: Vom gewöhnlichen Sauger, den man einfach durch Luftansaugen bedient, oder als Aufsatz für den Staubsauger: Hier darf man nach Budget und Vorliebe selbst entscheiden, was gut ist. Ich bin mit dem normalen Nasensauger von NoseFrida wunderbar durchgekommen, bei jeder Erkältung neben dem Eintropfen von Muttermilch der ideale Begleiter durch die Schnupfenzeit.

Engelwurzbalsam

Sanft zur Nase und ideal für Babys geeignet: der Balsam ist in gut sortierten Apotheken und online erhältlich  – die Angelikawurz, Thymian und Majoran befreien die empfindliche Babynase im Schlaf.

Heilwolle

Entzündungshemmend und durchblutungsfördernd: Die Heilwolle, eine Schurwolle mit Wollfett/Lanolin, ist perfekte Ergänzung für Ohrenwickel, Zwiebelsocken und Brustwickel. Darüber hinaus kann sie bei wunden Brustwarzen nach dem Stillen einfach aufgelegt werden, bei wunden Babypopos legt man einfach ein wenig Heilwolle in die Windel und verzichtet so auf zink- und erdölhaltige Wundschutzcremes. Heilwolle ist ebenfalls in Apotheken, gut sortierten Drogeriemärkten und online erhältlich.

Fiebermesser

Eine gute Investition: ein digitales Fiebermessgerät, das in wenigen Sekunden die Temperatur des Babys misst. Vor allem wenn die Kleinen bewegungsfreudiger oder älter werden, ist Fiebermessen eine echte Herausforderung – daher zahlt sich ein hochwertiger und schnell anwendbarer Fieberthermometer auf jeden Fall aus.

Getrocknete Kräuter: Thymian, Majoran und Kamille

Thymian, Majoran und Kamille können getrocknet in der Apotheke in Arzneimittelqualität besorgt werden. Für Bäder, Waschungen, Hustensäfte oder zum Inhalieren sind sie perfekt geeignet, achtet auf die trockene und luftdichte Lagerung, am besten in Aludosen, damit die Wirkstoffe lang erhalten bleiben.

Kochsalznasentropfen

Bei Mamas, die nicht (mehr) stillen sind Kochsalznasentropfen eine gute Alternative zur Muttermilch – sie helfen zähen Nasenschleim zu lösen und die kleine Babynase wieder frei zu bekommen.

Augentropfen mit Augentrost

Kühler Wind im Kinderwagen, ein Luftzug in der Nacht durch ein gekipptes Fenster oder die Lüftung im Auto: nichts tränt und entzündet schneller als ein empfindliches Babyauge: Hier helfen Augentrosttropfen aus der Apotheke (gibt es in kleinen Einzelportionen, achtet bitte darauf, dass die Augentropfen nicht konserviert sind) oder wahlweise auch die Kochsalztropfen, die ihr auch für die Nase verwenden könnt. Das beste übrigens bei einem entzündeten Auge: Muttermilch.

Und damit kommen wir zu meinem letzten und wichtigsten Tipp:

Lose Pipette

Um die vielzitierte Muttermilch auch tatsächlich in Auge und Nase des Babys tropfen zu können hilft eine Pipette umgemein! Auch die gibts in der Apotheke, sie sollte gut zu reinigen sein und kann dann lange verwendet werden.

DIE LISTE ALS DOWNLOAD: Med4mama Hausapotheke

Hustensaft – mit nur zwei Zutaten

Ein Ende der Erkältungssaison ist noch immer nicht in Sicht – der lästige Schnupfen und die tropfende Nase sind dabei fast ständiger Begleiter.

Nur 2 Zutaten und ein Schraubglas.

Bei Husten hilft es, den festen und zählen Schleim zu verflüssigen bzw. ein halsberuhigendes Mittel zu finden. In der Naturheilkunde eignet sich die dafür besonders die Zwiebel – in Kombination mit Honig ist sie ein unschlagbares Hausmittel gegen Husten.

IHR BRAUCHT:

  • Schraubglas
  • Eine Zwiebel
  • Honig oder alternativ Zucker

SO GEHTS:

  • Zwiebel klein schneiden und ins Schraubglas schichten
  • Mit Honig übergießen oder mit zur Hälfte mit Zucker füllen.
  • Einige Stunden stehen lassen, abseihen.
  • Löffelweise alle paar Stunden einnehmen

Fertig! So sieht der Zwiebelsaft nach einigen Stunden aus.

Der Zwiebelhonig hält im Kühlschrank ca. 2 Tage.

ACHTUNG: Honig ist für sehr kleine Kinder (unter einem Jahr) nicht geeignet!

 

Die 10 besten LIFE HACKS bei Erkältung

Das Kind schnupft, die Nase rinnt und ist verstopft: Eine ordentliche Verkühlung oder Erkältung ist da. Wir haben die besten Hausmittel und Tipps, wie ihr die Erkältung gut übersteht und die verstopfte Nase unterstützen könnt:

HAUSMITTEL aus der Küche

1. Frischluft (ab 0 Monaten)

IHR BRAUCHT: Warme Kleidung, Kinderwagen, Fell- oder Daunensack
Die frische Luft, vor allem im Winter die kalte Luft, befreit kleine Kindernasen und wirkt sich positiv auf den Verlauf der Verkühlung aus. Leichte, nicht zu anstrengende Spaziergänge in ausreichend warmer Kleidung stärken das Immunsystem. Babys warm einpacken, am besten in einen Fell- oder Daunensack und  draußen schlafen lassen
ACHTUNG: nicht bei Fieber geeignet! Bitte achtet darauf, die Kinder warm genug anzuziehen!

2. Zwiebelsocken (ab ca. 6 Monaten)

IHR BRAUCHT: 1 Zwiebel, 1 Paar Baumwollsocken, 1 Paar Wollsocken, Wärmeflasche oder Kirschkernkissen
Die Zwiebel ist ein echter Alleskönner, besonders hilfreich sind Zwiebelsocken bei einer Erkältung: Dazu die Zwiebel aufschneiden und in der Mikrowelle oder in einem Topf kurz erwärmen (nicht erhitzen!). Zwiebel in einen Socken stopfen und dem Kind anziehen. Ihr könnt die Fußsohlen vorher mit etwas Zwiebelsaft einreiben. Die Fußsohlen sollten mit den erwärmten Zwiebel gut bedeckt sein. Wollsocken darüber ziehen und eventuell eine Wärmeflasche oder Wärmekissen auflegen. Achtet darauf, dass die Füße schön warm bleiben, die Zwiebelsocken bleiben für circa eine halbe Stunde dran.

3. Fußbad mit Thymian (ab ca. 6 Jahren)

IHR BRAUCHT: Wasserschüssel, 3-5 EL Thymian, Warmwasser
Dazu einfach etwas getrockneten (zur Not geht der Thymian aus dem Küchenpackerl, besser wirkt getrockneter Thymian aus der Apotheke oder dem Reformhaus) oder frischen Thymian aus dem Garten verwenden. Ca 38 Grad warmes Wasser in eine Schüssel füllen,  in der beide Füße Platz haben, 3-5 EL Thymian oder ein paar Tropfen ätherisches Thymianöl (Thymian linalool) hinzugeben. Das Wasser sollte knapp über den Knöchel reichen. Füße 15 Minuten darin baden, anschließend warme Socken anziehen und das Kind ruhen lassen!

4. Hohe Luftfeuchtigkeit im Kinderzimmer (ab 0 Monaten)

IHR BRAUCHT: Handtuch, Wasser
Trockene Raumluft hilft den Nasenschleimhäuten, sich schnell zu regenerieren. Am schnellsten und einfachsten ist es, Wasserschalen im Zimmer aufzustellen oder ein feucht-nasses Handtuch über die Heizung oder das Bett zu hängen.

5. Inhalieren (ab 0 Monaten)

IHR BRAUCHT: Wasserschüssel, Wasser oder Dampfinhalator mit Baby-/Kinderaufsatz
Inhalationen können problemlos über einer Wasserschüssel oder mit einem Inhalator durchgeführt werden. Gerade für die Kleinsten ist ein elektrischer Dampfinhalator praktisch, der über einen Kleinkindaufsatz verfügt. Meist ist ein DAmpfinhalator eine sinnvolle Investition, da er von der ganzen Familie verwendet werden kann!

6. Zwiebelsackerl (ab 0 Monaten)

IHR BRAUCHT: 1 Zwiebel, 1 alter Baumwollsocken 
Die ätherischen Öle der Zwiebel bewirken, dass die Nase schnell frei wird. Dazu einfach eine kleine Zwiebel halbieren und aufschneiden, die Zwiebelteile in einen alten Baumwollsocken füllen und andrücken, dass etwas Saft entweicht. Socken über dem Kinderbett aufhängen.
ACHTUNG: Riecht schon nach kurzer Zeit sehr unangenehm im Raum, ist aber sehr gut in der Wirkung. 🙂

7. Kartoffelwickel (ab 3 Monaten)

IHR BRAUCHT: 4.5 Kartoffeln, 2 Blatt Küchenrolle, 1 Stoffwindel, 1 Wollschall oder Wolltuch 
Kartoffel kochen, Kartoffel etwas auskühlen lassen und zerdrücken. Zerdrückte Kartoffel  zwischen zwei Küchenrollenblätter füllen. Die Küchenrolle mit den Kartoffeln auf die Brust auflegen, Stoffwindel darüber wickeln und anschließend mit dem Wollschal befestigen. Damit der Wickel gut hält, kann auch ein enger Body oder ein Unterhemd darübergezogen werden.
Wickel circa halbe Stunde, max. eine Stunde anlegen, währenddessen dafür sorgen, dass das Kind ruhig liegen bleibt!
ACHTUNG: die Kartoffeln werden innen sehr heiß, bitte unbedingt darauf achten, dass der Wickel nicht zu heiß ist!

8. Tee trinken (ab 0 Monaten)

IHR BRAUCHT: Früchte- oder Fencheltee
Ein Früchte – oder Fencheltee mit Zitrone oder Honig löst den Schleim und sorgt für ausreichend Vitamin C. Achtung: Honig eignet sich nicht für Kinder unter einem Jahr!

HILFE AUS DER APOTHEKE

9. Baby-Erkältungsbalsam (ab 0 Monaten bzw. nach Vorgabe)

In der Apotheke gibt es meist einen sanften Erkältungsbalsam, der auch für die Kleinsten geeignet ist. Wichtig ist, dass der Erkältungsbalsam kein Kampfer, Eukalyptus und Menthol enthält  – das ist für Kinder nicht geeignet! Besonders gut eignet sich der Engelwurzbalsam (ab 0 Monaten zur Babypflege.

10. Nasenspray und Nasensauger

Auf Nachfrage gibt es auch einen Baby-Nasenspray, der geeignet ist. Nasensauger helfen, die kleine verstopfte Nase von Rotz und Nasensekret zu befreien.

Übrigens: Bis zu zehn Erkältungen im Jahr sind bei Kindern normal und kein Grund zur Sorge. Kinder sind leider besonders anfällig für Erkältungen, da ihr Immunsystem noch nicht ganz ausgereift ist.

Tritt hohes Fieber auf, ist das Kind in einem sehr schlechten Allgemeinzustand oder teilnahmslos oder hat es Probleme, Luft zu bekommen, dann bitte unbedingt zum Arzt!

 

Zahngesundheit in der Schwangerschaft

„Jedes Kind kostet einen Zahn“ – so lautet eine alte Bauernweisheit. Aber warum sind wir in der Schwangerschaft eigentlich so anfällig für Karies, Zahnfleischentzündung und Zahnfleischschwund?

In der Schwangerschaft kommt es häufig zu Zahnfleischproblemen

Nahezu zwei Drittel aller Schwangeren sind von Problemen mit der Mundgesundheit in der Schwangerschaft betroffen. Grund dafür sind die hormonellen Veränderungen, die den Speichel saurer werden lassen und ihn damit anfälliger für Bakterien machen. Zusätzlich wird in der Schwangerschaft das Zahnfleisch besser durchchblutet, es ist empfindlich und schwillt leicht an. Häufiges Zahnfleischbluten ist die Folge.

Siedeln sich nun durch Zahnbelag vermehrt Bakterien an, so kann es zu einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) kommen. Diese äußert sich in gerötetem und geschwollenen Zahnfleisch, das leicht blutet. Bleibt diese Zahnfleischentzündung unbehandelt, so kommt es zu einer Zahnbettentzündung (Parodontitis), die zu einer Lockerung der Zähne und im schlimmsten Fall zu Zahnverlust führt.

Frühgeburt und geringes Geburtsgewicht als Risikofaktor

Eine Entzündung des Zahnfleisches, die in eine Zahnbettentzündung übergeht, kann auch erhebliche Folgen für das Baby haben: Mediziner haben in aktuellen Untersuchungen herausgefunden, dass bei Frauen mit unbehandelter Zahnbetterkrankung das Risiko einer Frühgeburt in Verbindung mit niedrigem Geburtsgewicht um mehr als das Siebenfache erhöht ist.

Zwei Zahnarztbesuche in der Schwangerschaft

Werdenden Müttern wird empfohlen, im ersten und im dritten Trimeter, also zwischen der 12. Und 16. SSW und der 28. und 32. SSW einen Zahnarzttermin zu vereinbaren, und schon bei der Terminvereinbarung zu sagen, dass man schwanger ist. Ein Röntgen ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel (ab SSW 13) ist unproblematisch, da nur der Zahnbereich geröntgt wird, eine Bleischürze zum Einsatz kommt und die Strahlenbelastung vergleichbar niedrig ist.

TIPPS für die gute Mundhygiene in der Schwangerschaft:

VORBEUGEND

  • Zwei Zahnarztbesuche vereinbaren
  • Nach jeder Mahlzeit Zähne mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzen, Zahnfleischspülung und Zahnseide verwenden
  • Vorsichtig und mit wenig Druck putzen, das Zahnfleisch kann leichter verletzt werden
  • Bei Erbrechen: Zähne eine Stunde lang nicht putzen, da der Zahnschmelz durch die Magensäure angegriffen ist. Nur mit einer Zahnspülung spülen!

BEI ENZÜNDETEM ZAHNFLEISCH

  • Spülungen mit Kamillen- oder Salbeitee helfen helfen bei Zahnfleischentzündungen.
    ACHTUNG: Salbeitee sollte in der Schwangerschaft und während der Stillzeit keinesfalls getrunken werden, er hat eine abstillende Wirkung!
  • Termin zur Mundhygiene und Reinigung der Zahnfleischtaschen vereinbaren

 

Die besten Tipps bei Windeldermatitis

Jede Mutter kennt das Problem: Der Po des Babys oder des Kleinkinds ist gerötet, die Entzündung breitet sich aus.

Die Gründe für die Windeldermatitis sind vielfältig: Falsches Essen, eine schlechte Immunabwehr durch anschiebende Zähne oder einen Infekt oder auch einfach zu seltenes Wechseln der Windeln können zu einer Windeldermatitis führen.

Die besten Tipps, um eine Windeldermatitis schnell in den Griff zu bekommen:

  • Auf Pasten und Salben, Puder und Feuchttücher verzichten! Sie begünstigen das Ausbreiten des Ausschlags
  • Den Po am besten nur mit Wasser reinigen und gut trocknen lassen
  • Oft wickeln oder das Kind am besten nackt laufen lassen
  • Zitrusfrüchte, Obstsäfte, Tomaten oder Erdbeeren vermeiden
    (Achtung bei Quetschis und Fruchtsäften)
Die besten Hausmittel:
  • Muttermilch
  • Sitzbäder mit Schwarztee, Stiefmütterchentee, Kamillentee oder Schafgarbentee (15 min ziehen lassen)
  • Sitzbäder mit Ringelblumen oder Eichenrinde
  • Sitzbad mit Salz und blauer Kamille
  • Heilwolle – einfach zwischen Po und Windel legen
  • Heilerde

Bitte zum Arzt:

  • Wenn sich das Hautbild schnell und deutlich verschlechtert
  • Beim Soor sind die Rötungen scharf umrandet und massiv ausgeprägt- dann handelt es sich bereits um einen Windelpilz, der unbedingt vom Arzt behandelt werden sollte!
  • Wenn Fieber auftritt, dann besteht die Gefahr einer Superinfektion

Copyright: Robert Kneschke